Sozial, ökologisch und mitten in Pfronten

Jahreshauptversammlung 2011

Ein bunter Reigen an kommunal-und bundespolitischen Themen stand auf der Tagesordnung der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Pfrontener SPD.
Vorsitzender Helmut Eberle gab zunächst einen Überblick über das abgelaufene Jahr.
Ein zentraler Punkt dabei war die Energiepolitik. Endlich sei der von den Sozialdemokraten schon lange geforderte Ausstieg aus der Atomenergie gelungen. Nicht aus Einsicht der Bundesregierung, sondern unter dem Druck von Fukushima und der Angst vor Wahlverlust. Die Pfrontener SPD hat sich an verschiedenen Demonstrationen und Aktionen beteiligt. Leider musste eine geplante Veranstaltung zum Thema wegen Terminproblemen des Referenten verschoben werden. Sie soll nun im Herbst nachgeholt werden.
In Zeiten der Finanz- und Eurokrise müsse die SPD ihre Stärken ausspielen und sich für einen vernünftigen Ausgleich mit den Interessen der sogenannten „kleinen Leute“ stark machen. Niemand könne das so gut wie die SPD.
Leider, so wurde in der Diskussion deutlich, konnte die SPD bisher zu wenig von der Schwäche der Bundesregierung profitieren. Noch immer habe die Partei zu viel mit eigenen Problemen zu kämpfen. Auch in Pfronten brauche man dringend neue, aktive Mitglieder.
Sich darum zu kümmern, sei eine der Hauptaufgaben für die kommende Zeit.
Hingewiesen wurde auf die Schwierigkeit, sich zwischen Grünen und Linken klar zu positionieren. Mit Erleichterung wurde in der Diskussion die Abnehmende Attraktivität der Linken erwähnt. Sorge machte einigen Mitgliedern eine möglicherweise zu frühe und von den Medien aufgedrückte Diskussion über etwaige Kanzlerkandidaten, die den beteiligten Personen nur schaden könne.
Bürgermeister Beppo Zeislmeier berichtete über verschiedenen kommunalpolitische Themen aus seiner Sicht. Er sei sehr froh, dass die Umgehung in Kappel endlich weitergebaut werden könne, und hoffe, dass schnellstmöglich mit den ausstehenden Brücken begonnen werde. Der Hochwasserausbau der Vils schreite ebenfalls gut voran. Obwohl viele Bäume abgeholzt werden mussten, sei den meisten Bürgern deutlich, dass es am Ende zu einer wesentlich attraktiveren Vils kommen werde. In einem sehr persönlichen Ausblick machte Zeislmeier deutlich, dass er in seinen letzten 1 ½ Jahren als Bürgermeister nicht nachlassen werde, Pfronten weiter auf einen guten Weg zu bringen. Dabei werde eines der großen Themen das Finden seiner Nachfolgerin oder seines Nachfolgers sein. Er hoffe, dass gemeinsam mit anderen politischen Gruppierungen ein guter Kandidat durchgesetzt werden könne. Erste Gespräche dazu fänden bereits statt.
Helmut Eberle dankte den Anwesenden und rief alle Mitglieder und Sympathisanten auf, die SPD in Pfronten zu stärken und zu unterstützen.

Der Vorsitzende Helmut Eberle

Bürgermeister Beppo Zeislmeier beim Vortrag